Wie man Online-Texte aufbaut

Bei Online-Texten geht es meist um Schnelligkeit vor Schönheit. Der Netzleser liest schließlich vier mal so viele Wörter pro Minute wie der Papierleser. Und er ist mindestens vier mal schneller frustriert. Daher heißt es im Internet, noch rascher zum Punkt zu kommen. Doch bedeutet das, dass literarischer Stil und tiefe Inhalte automatisch zu kurz kommen?

Nein. Denn ein klarer Aufbau und eindeutige Botschaften waren schon immer die Trumpfkarten wirklich guter Texte. Online-Texte sollten, übrigens wie auch journalistische Artikel, nach dem Prinzip der umgekehrten Pyramide aufgebaut werden. Also keine langsame Ein- und Hinführung zum Thema, sondern alles Wichtige zuerst.

Wie kann ich aber den eiligen Leser davon abhalten, vor dem Ende wieder abzuspringen? Das zu erreichen, bedeutet alle Kniffe aufzubieten, die große Literatur entwickelt hat. Zeitgemäße Beispiele gibt es in unseren Seminaren.